dib unterstützt Nürnberger Resolution für mehr Frauen in Führungspositionen
Am 31. Oktober 2008 haben von Frauen und Männer in Fach- und Führungspositionen aus der Metropolregion Nürnberg eine Resolution vorgestellt und unterzeichnet, in der die Bundesregierung Deutschland zur nachhaltigen und wirkungsvollen Förderung der Frauen in Führungspositionen aufgefordert wird. Im Detail wird in der Resolution gefordert:
- im Aktiengesetz festzulegen, dass die Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften bis zum Jahr 2013 mindestens zu 40 % jeweils mit Frauen und Männern besetzt sein müssen (nach norwegischem Modell)
- die Definition von Qualifikationsstandards für männliche und weibliche Aufsichtsratsmitglieder und die entsprechende gesetzliche Verankerung
- den Aufbau und die Weiterentwicklung einer zentralen Datenbank, in die sich alle potentiellen Aufsichtsratsmitglieder eintragen können
- ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft u.a. zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen.
Die Argumente der Initiatorinnen der Resolution für gesetzliche Regelungen sind:
- In Deutschland sind von den mehr als 1.100 Aufsichtsratsmitgliedern in börsennotierten Unternehmen auf Seiten der Anteilseigner 97 % Männer und nur 3 % Frauen.
- Wie eine Studie von McKinsey gezeigt hat, sind Firmen mit Frauen und Männern an der Spitze sind erfolgreicher.
- Freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen hat bisher nicht zum Erfolg geführt.
Norwegen zeigt mit dem gesetzlich festgelegten Prozentsatz für Frauen und Männer in Aufsichtsräten, wie es funktionieren kann.
Bei seiner Sitzung am 21./22. März 2009 in Hannover hat der Vorstand die Nürnberger Resolution für mehr Frauen in Führungspositionen diskutiert und beschlossen, diese zu unterstützen.
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